Bamm Bamm in Szene (im Hintergrund wartet Eto auf ihren Einsatz)

Agility

Man glaubt es kaum, aber nicht nur Border Collies oder Labradore haben Freude am Agility – auch unsere Alaskan Malamutes sind mit Begeisterung dabei. Entgegen vieler Vorurteile zeigen sie, dass diese Sportart nicht nur etwas für „klassische“ Agility-Rassen ist, sondern für jeden Hund geeignet sein kann, der Freude an Bewegung, Zusammenarbeit und neuen Herausforderungen hat.

Der Begriff Agility stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Gewandtheit oder Behändigkeit. Genau das beschreibt den Kern dieser Hundesportart sehr treffend. Im Agility geht es um Geschicklichkeit, Koordination, Konzentration und – je nach Parcours – auch um Geschwindigkeit. Der Hund lernt, verschiedene Hindernisse wie Sprünge, Tunnel, Slalomstangen oder Kontaktzonen sicher und kontrolliert zu überwinden.

Ziel ist es, einen Parcours nach festgelegten Regeln möglichst fehlerfrei und in kurzer Zeit zu absolvieren. Dabei ist Agility echte Teamarbeit. Hund und Mensch müssen eng miteinander kommunizieren. Der Mensch gibt seinem Hund durch Körpersprache, Gestik, Kommandos und Anfeuerung klare Signale, während der Hund lernt, aufmerksam zuzuhören, mitzudenken und selbstständig Entscheidungen zu treffen. Agility ist heute eine weltweit bekannte Hundesportart, in der sogar nationale und internationale Meisterschaften bis hin zu Weltmeisterschaften ausgetragen werden.

Wir selbst haben Agility im Frühling 2022 für uns entdeckt und befinden uns aktuell irgendwo zwischen Anfänger- und Fortgeschrittenenlevel. Einzelne Parcours-Elemente sind für unsere Hunde – und auch für uns – noch immer eine Herausforderung und benötigen viel Übung, Geduld und Wiederholung. Doch genau das macht diesen Sport so spannend. Die Fortschritte sind nach jedem Training sichtbar und motivieren uns, weiterzumachen.

Agility fördert nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch das Selbstbewusstsein und die Konzentrationsfähigkeit des Hundes. Gleichzeitig stärkt es die Bindung zwischen Hund und Mensch enorm. Wichtig ist jedoch ein korrekter Trainingsaufbau. Durch falsches oder zu schnelles Training kann dem Hund sowohl physischer als auch psychischer Schaden entstehen. Deshalb ist es absolut sinnvoll, einen Kurs zu besuchen, um die Grundlagen sauber zu erlernen und den Hund alters- und gesundheitsgerecht an den Sport heranzuführen.

Richtig aufgebaut ist Agility eine wunderbare Beschäftigung, die Spaß macht, fordert und Hund und Mensch als Team zusammenwachsen lässt – ganz unabhängig von Rasse oder Größe.

Degility

Neben dem klassischen Agility gibt es auch eine ruhigere, gelenkschonendere Variante: Degility. Degility ist eine Kombination aus Dog und Agility und richtet sich an Hunde, bei denen nicht Schnelligkeit, sondern Konzentration, Körperwahrnehmung und sauberes Arbeiten im Vordergrund stehen.

Im Gegensatz zum Agility wird beim Degility ohne Zeitdruck gearbeitet. Die Hindernisse sind niedriger, weiter auseinander aufgebaut und werden bewusst langsam und kontrolliert absolviert. Ziel ist es, dass der Hund die einzelnen Elemente möglichst ruhig, aufmerksam und präzise meistert. Dabei geht es weniger um Tempo, sondern um Vertrauen, Koordination und eine bewusste Bewegungsausführung.

Degility eignet sich für nahezu alle Hunde – ganz egal ob jung, alt, groß oder klein. Besonders für große und schwere Rassen wie unsere Alaskan Malamutes ist Degility eine sehr sinnvolle Beschäftigung. Auch ältere Hunde, Hunde im Aufbau, in der Rehabilitation oder solche, die nicht (mehr) springen sollen, profitieren enorm von dieser Sportart.

Für uns ist Degility eine ideale Ergänzung zum Agility. Unsere Hunde lernen dabei, ihren Körper besser wahrzunehmen, Hindernisse bedacht zu überwinden und sich ganz auf uns und die Aufgabe zu konzentrieren. Gleichzeitig stärkt Degility die Bindung zwischen Hund und Mensch, da sehr fein und ruhig kommuniziert wird.

Wie beim Agility gilt auch hier: Ein sauberer Trainingsaufbau ist entscheidend. Durch zu schnelle Fortschritte oder falsche Ausführung können Fehlbelastungen entstehen. Ein angeleiteter Kurs ist daher sehr empfehlenswert, um die Grundlagen korrekt zu erlernen und individuell auf den Hund einzugehen.

Degility zeigt, dass Hundesport nicht laut, schnell oder spektakulär sein muss, um effektiv zu sein. Oft sind es gerade die ruhigen, konzentrierten Momente, die für Hund und Mensch besonders wertvoll sind.