BARF

Für das Akronym ,,BARF" finden sich verschiedene Interpretationen. Geläufig war Bones And Raw Food (Knochen und rohes Futter), später wurde es Biologically Appropiate Raw Food (biologisches angemessenes rohes Futter). 

Die Kanadierin Debra Tripp machte daraus Born Again Raw Feeders (wiedergeborene Rohfütterer). Ihre Bezeichnung beschrieb nicht nur das Futter, sondern galt auch Tierbesitzern, die ihre Hunde mit rohem Futter ernährten. Im deutschen Sprachgebrauch hat sich die Übersetzung in Biologisch Artgerechtes Rohes Futter durchgesetzt. 

Ursprung

Wölfe sind ohne Zweifel die Vorfahren unserer Haushunde. Die Verwandtschaftsbeziehung spiegelt sich in der Rohfütterung unserer Hunde wider, die sich an der Zusammensetzung von Beutetieren orientiert. Traditionell wird rohes Fleisch schon lange bei Schlitten- und Rennhunden in nordischen Ländern eingesetzt. Für Schlittenhunde aus praktischen Gründen, da dort bei Bedarf Robben frisch geschossen und roh an die Tiere verfüttert werden können. In der Rennhundeszene herrscht zuweilen der Glaube, dass die Hunde mit rohem Fleisch schneller liefen. 

 

Bessere Futterverwertung 

Das richtige Futter für den Hund zu finden, ist gar nicht mal so einfach. Ein gutes Futter muss alle benötigten Nährstoffe in ausreichender Menge entsprechend der aktuellen Lebenssituation (z.B. Alter, Bewegung) beinhalten und regelmässig verabreicht werden.

Frisches Futter ist im Vergleich zu industriellem Fertigfutter besser verdaulich, die Zutaten sind oft hochwertiger und die Zubereitung ist schonender. Eine Umstellung auf selbst zubereitetes Futter führt daher fast immer zu einer geringeren Kotmenge und besserer Kotqualität. Gute Fertigfutter haben im Schnitt eine Verdaulichkeit von 80-85 %, selbst hergestellte Rationen mit frischen Zutaten liegen meist über 90 %. Ein Unterschied von 10% ist zwar grundsätzlich nicht viel und spielt gesundheitlich auch keine grosse Rolle, erhöht die Kotmenge aber tatsächlich auf das Doppelte. Rechne also damit, dass Dein gebarfter Hund anstatt dreimal am Tag nur noch einmal Kot absetzt.

Positiver Effekte auf die Gesundheit 

Bislang gibt es nur wenige Studien zu den positiven Effekten des Barfens. Im Vordergrund stehen die gute Verdauung sowie die positiven Effekte auf die Zahnhygiene. Darüber hinaus berichten viele Besitzer von mehr Energie ihres Tieres, einem schöneren Fell und besserem Körpergeruch sowie weniger Probleme mit dem Analbeuteln, Ohren oder Gelenke. Auch von weniger Parasiten ist die Rede. Inwieweit dies tatsächlich rein auf die Rohfütterung zurückzuführen ist, lässt sich schwer beurteilen. Eine Verbesserung des Fells lässt sich mit einem hohen Anteil an essenziellen Fettsäuren erklären, der bei der Barfrationen durchaus höher sein kann als bei Fertigfutter, insbesondere wenn hochwertige Pflanzöle und fetteres Fleisch verwendet werden. Die Analbeutel werden im Zuge des Kotabsetzes mechanisch entleert. Es ist durchaus denkbar, dass ein härterer Stuhl, wie z.B. bei Knochenfütterung, unterstützend auf die Entleerung der Analbeutel wirkt. Eine Reduzierung von Gelenkproblemen durch die Rohfütterung liesse sich darauf zurückführen, dass die Tiere ihr Idealgewicht besser halten können oder sogar abnehmen. Vergleichende Studien zum Parasitenbefall gebarfter und kommerziell ernährter Hunde gibt es bislang keine. Daher ist zu raten, generell regelmässig den Kot auf Parasiten untersuchen zu lassen. 

Quelle: Buch Dr. med. Vet. Julia Fritz

 

Weshalb wir barfen und wie

Wir haben mit BARF Angefangen seit Bamm Bamm 7. Monate alt ist. Komplett umgestellt haben wir als sie 1. Jahr alt war. Unsere Erfahrungen mit Trockenfutter waren leider nicht gerade prickelnd. Sie liess es oft stehen, oder frass sehr spärlich und die Kotmenge war enorm! Egal ob super Qualität Futter oder billig Futter! Deshalb greifen wir nur darauf zurück wenn wir, in Urlaub gehen. Auch da gilt es zu beachten, nur weil das Trockenfutter teurer ist, heisst es noch lange nicht das die Futter Qualität besser ist. Wir bevorzugen am liebsten Platinum zum Reisen. Mit diesem Futter haben wir die Besten Erfahrungen gemacht. Man muss es nicht aufquellen und unsere Hunde mögen es sehr und vertragen es auch gut. Auch unsere Welpen werden mit diesem Futter angefüttert und abgegeben. 

Die Umstellung auf Barf wurde bei uns immer von einer Ernährungsberaterin begleitet. Man kann mit den verschiedenen Komponenten viel falsch machen. 

Alle Komponente werden auf jeden einzelnen Hund und deren Alter und Aktivität angepasst.

Unser Futter setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen:

Muskelfleisch, Innereien, Pansen und Blättermagen, Obst, Gemüse, Knochen, Milchprodukte, Nüsse, Seealgenmehl, Öle und Bierhefe.

Das Fleisch und die Innereien holen wir in unserer vertrauten nahegelegenen Metzgerei. Immer wenn frisch geschlachtet wird, ist bei uns Barf Zubereitungstag!

Zeitaufwand für unsere Hundemenüs zweimal im Monat 8std!

Das Obst und Gemüse ist saisonal und wir holen es bei unseren umliegenden Bauern oder pflanzen es im eigenen Garten an.

Die verwendeten Milchprodukte sind meist Hüttenkäse, Greyerzer, Nature Jogurt, Quark oder Sauermilch. 

 

 

Im Juni 2023 starte ich die Weiterbildung zur Ernährungsberatung für Hunde und möchte Dir zukünftig gerne meine Hilfe für eine Umstellung auf Barf anbieten. 

Eine zwei Wochen Ration frisch Zubereitet mit Muskelfleisch, Innereien, Pansen und Blättermagen.